Über Uns
Slow Fashion – Zeitlose Mode, fair produziert
Slow Fashion steht für einen bewussteren Umgang mit Kleidung – für zeitlose Designs, langlebige Qualität und faire Produktionsbedingungen. Statt immer schneller wechselnden Trends rückt der Gedanke in den Mittelpunkt, wie Kleidung entsteht, wie lange sie getragen werden kann und welche Menschen an ihrer Herstellung beteiligt sind.
Seit 1976 setzt DW-Shop auf langlebige Mode, natürliche Materialien und langfristige Partnerschaften mit Produzenten auf der ganzen Welt. Denn wir sind überzeugt: Gute Kleidung braucht Zeit – für ihre Gestaltung, ihre Herstellung und dafür, viele Jahre ein Lieblingsstück zu bleiben.
Was ist Slow Fashion?
Der Begriff Slow Fashion wurde 2007 von der britischen Designforscherin Kate Fletcher geprägt, angelehnt an die Slow-Food-Bewegung. Er beschreibt einen Gegenentwurf zur schnelllebigen Modeindustrie und steht für ein anderes Verständnis von Design, Produktion und Konsum – mit einem Fokus auf Qualität, Langlebigkeit und einen ausgewogenen Umgang mit Ressourcen.
Slow Fashion betrachtet den gesamten Lebenszyklus eines Kleidungsstücks: von einem bewussten Design und einer sorgfältigen Herstellung unter fairen Bedingungen bis hin zum möglichst langen Tragen, Pflegen und Reparieren. Statt immer neue Kollektionen und kurzlebige Trends in den Mittelpunkt zu stellen, rückt die lange Nutzungsdauer eines Kleidungsstücks in den Vordergrund: Qualität statt Quantität.
Slow Fashion bedeutet dabei nicht einfach „langsame Mode“. Es geht um einen ganzheitlichen Blick auf Kleidung und ihre Herstellung – mit Rücksicht auf die Menschen, die sie fertigen, die verwendeten Materialien und die Ressourcen, die dafür benötigt werden. Gleichzeitig betont Slow Fashion die Bedeutung traditioneller Handwerkskunst und die Wertschätzung der Menschen hinter einem Kleidungsstück.
Auch auf politischer Ebene gewinnt dieser Ansatz zunehmend an Bedeutung. Die EU-Textilstrategie verfolgt das Ziel, die Textilwirtschaft nachhaltiger zu gestalten und den Übergang zu langlebigen, hochwertigen und stärker wiederverwendbaren Textilien zu fördern.
Slow Fashion und Fast Fashion – wo liegt der Unterschied?
Fast Fashion beschreibt ein Geschäftsmodell, bei dem ständig neue Kollektionen und Trends zu möglichst niedrigen Preisen auf den Markt gebracht werden. Die kurzen Produktzyklen fördern einen schnellen Konsum von Kleidung und tragen dazu bei, dass Textilien oft nur für kurze Zeit genutzt werden.
Die Folgen: Im Jahr 2022 lag der Textilkonsum in der EU bei rund 19 Kilogramm pro Person, gleichzeitig fielen jährlich etwa 12 Kilogramm Textilabfälle pro Person an. Slow Fashion verfolgt einen gegenteiligen Ansatz und legt den Fokus auf langlebige Kleidung, zeitlose Designs und eine möglichst lange Nutzung.
Ein weiterer Unterschied zeigt sich bei den eingesetzten Materialien. Rund 69 Prozent der weltweiten Faserproduktion bestanden 2024 aus Synthetikfasern, Polyester allein machte etwa 59 Prozent aus. Diese Fasern werden überwiegend auf fossiler Basis hergestellt. Beim Waschen synthetischer Textilien können zudem Mikroplastikfasern freigesetzt werden, die in die Umwelt gelangen. Slow Fashion setzt dagegen auf einen bewussten Materialeinsatz und einen höheren Anteil an Naturfasern.
Auch am Ende des Lebenszyklus sorgen Textilien für Herausforderungen. Weniger als ein Prozent der weltweit produzierten Fasern stammt aus Textil-zu-Textil-Recycling. Insbesondere Mischgewebe aus unterschiedlichen Fasern lassen sich häufig nur schwer recyceln. Slow Fashion setzt deshalb bereits früher an: Ziel ist es, Kleidung möglichst lange zu tragen, zu pflegen und bei Bedarf zu reparieren, bevor sie ersetzt werden muss.
Tabelle: Slow Fashion vs. Fast Fashion
| Slow Fashion | Fast Fashion |
| Zeitlose Designs statt kurzfristiger Trends | Häufig wechselnde Kollektionen und kurze Trendzyklen |
| Fokus auf Qualität und Langlebigkeit | Fokus auf niedrige Preise und hohe Stückzahlen |
| Kleidung soll möglichst lange getragen, gepflegt und repariert werden | Kleidung wird häufig nur kurze Zeit genutzt und schneller ersetzt |
| Bewusster Materialeinsatz, häufig mit einem hohen Anteil an Naturfasern | Hoher Anteil an Synthetikfasern, insbesondere Polyester |
| Wertschätzung von Handwerk und den Menschen hinter einem Kleidungsstück | Starker Zeit- und Kostendruck entlang der Lieferkette |
| Langfristige Partnerschaften mit Produzenten | Häufig sehr kurze Produktions- und Lieferzyklen |
| Ganzheitlicher Blick auf den Lebenszyklus eines Kleidungsstücks | Fokus auf schnelle Verfügbarkeit und hohe Umschlaggeschwindigkeit |
| Qualität statt Quantität | Quantität statt Qualität |
Was bedeutet Slow Fashion bei DW-Shop?
Zeitlose Designs statt schneller Trends
DW-Shop versteht sich bewusst als Fashion Follower und nicht als Trendsetter. Neue Kollektionen entstehen mit einem Vorlauf von rund einem Jahr. Dieser Vorlauf ermöglicht es uns, etablierte Trends aufzugreifen und sie in hochwertige, zeitlose Mode für unsere Kundinnen zu übersetzen. Kurzlebige Hypes lassen wir dabei bewusst aus.
Unsere Kollektionen setzen auf Kontinuität: Rund 60 bis 70 Prozent einer Kollektion basieren auf bewährten Stylings, die in neuen Farben oder Mustern interpretiert werden. Die übrigen Modelle sind echte Neuheiten. Viele beliebte Artikel begleiten unser Sortiment sogar über viele Jahre hinweg.
Wir entwerfen Mode, in der man sich wohlfühlen kann: mit entspannten Passformen, durchdachten Details und Designs, die verschiedene Generationen ansprechen. Wenn ein Style Tochter und Mutter gefällt, haben wir es geschafft!
Der lange Entwicklungsvorlauf hat aber nicht nur gestalterische Gründe. Er schafft auch geordnete Produktionsabläufe bei unseren Partnern und hilft dabei, unnötigen Zeitdruck und möglichst auch Überstunden in den Nähereien zu vermeiden. Denn Slow Fashion bedeutet für uns: langsam genug für die Menschen, die unsere Kleidung nähen.
Natürliche Materialien bewusst einsetzen
DW-Shop konzentriert sich konsequent auf Naturfasern und Fasern natürlichen Ursprungs. Synthetische Fasern kommen nur in wenigen Fällen zum Einsatz – beispielsweise in Form kleiner Elastan-Anteile, die bei einigen Kleidungsstücken für eine bessere Passform und einen höheren Tragekomfort sorgen.
Bei Artikeln aus 100 Prozent Baumwolle setzen wir ausschließlich auf Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA). Im Geschäftsjahr 2024/25 wurden dafür mehr als 50 Tonnen Bio-Baumwolle verarbeitet. Bei Baumwollmischungen hängt der Einsatz von Bio-Baumwolle von den jeweiligen Materialanforderungen und verfügbaren Mindestmengen ab.
Außerdem verwenden wir Fasern natürlichen Ursprungs wie Viskose, Modal oder Lyocell. Diese basieren auf Zellulose, werden jedoch industriell hergestellt. Um die Nachhaltigkeit dieser Materialien weiter zu verbessern, stellen wir schrittweise auf zertifizierte Viskose aus Betrieben mit geschlossenen Wasserkreisläufen um.
Die bewusste Materialauswahl ist für uns ein wichtiger Bestandteil von Slow Fashion. Denn die Eigenschaften eines Kleidungsstücks – von seiner Langlebigkeit über den Tragekomfort bis hin zur Pflege – werden maßgeblich durch die verwendeten Fasern geprägt.
Qualität, die viele Jahre begeistert
Slow Fashion endet nicht mit dem Kauf eines Kleidungsstücks. Entscheidend ist auch, wie lange es getragen werden kann. Deshalb legen wir großen Wert auf hochwertige Materialien, sorgfältige Verarbeitung und zeitlose Designs, die über viele Jahre hinweg Lieblingsstücke bleiben.
Die Qualität unserer Produkte sichern wir durch verschiedene Prüf- und Kontrollprozesse. Unabhängige Prüfinstitute testen beispielsweise Stoffe auf Eigenschaften wie Reißfestigkeit, Farbechtheit oder Pilling. Ergänzend führen wir Qualitätskontrollen während der Produktion und bei der Wareneingangskontrolle durch.
Langlebigkeit ist für uns ein wichtiger Bestandteil von Nachhaltigkeit. Denn je länger Kleidung genutzt wird, desto länger bleibt sie im Einsatz und muss nicht ersetzt werden. Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigt auch das Feedback unserer Kundinnen: Zum Beispiel, wenn uns eine Kundin auf Trusted Shops berichtet, dass sie ihren Alpaka-Pullover seit mehr als 15 Jahren trägt.
Faire Produktion braucht Zeit
Slow Fashion bedeutet für DW-Shop auch, die Menschen hinter einem Kleidungsstück in den Blick zu nehmen. Deshalb setzen wir auf langfristige und verlässliche Partnerschaften mit unseren Produzenten. Mehr als 60 Prozent unseres Einkaufsvolumens entfallen auf Partner, mit denen wir bereits seit über fünf Jahren zusammenarbeiten, rund 38 Prozent sogar auf Produzenten, die uns seit mehr als zehn Jahren begleiten (Stand: Geschäftsjahr 2024/2025).
Faire Produktionsbedingungen fördern wir durch regelmäßige Sozialaudits und unabhängige Prüfungen nach anerkannten Standards wie amfori BSCI, Sedex/SMETA oder dem WFTO Guarantee System. Ergänzend besuchen wir unsere Produzenten regelmäßig vor Ort und unterstützen kleinere Betriebe in einigen Fällen auch durch Vorfinanzierungen.
Für uns ist Slow Fashion ein gemeinsamer Entwicklungsprozess. Werden bei Audits oder Besuchen Verbesserungspotenziale festgestellt, suchen wir das Gespräch und entwickeln gemeinsam mit unseren Partnern geeignete Maßnahmen. Denn langfristige Verbesserungen entstehen nicht durch einen schnellen Lieferantenwechsel, sondern durch Vertrauen, Dialog und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Arbeitsbedingungen.
Traditionelles Handwerk und echte Unikate
Slow Fashion bedeutet für DW-Shop auch, traditionelle Handwerkskunst zu bewahren und wertzuschätzen. In einer Welt der Massenproduktion geht der Blick für die Arbeit, das Wissen und die Erfahrung hinter einem handgefertigten Produkt oft verloren. Dabei sind es gerade diese Fähigkeiten, die viele Produkte einzigartig machen.
Ein Beispiel dafür ist unsere handgebatikte Kleidung aus Indonesien. Die indonesische Batik wurde 2009 von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt und ist bis heute ein wichtiger Teil der kulturellen Identität des Landes.
Auf Bali lassen wir Stoffe traditionell mit handgefertigten Kupferstempeln bedrucken. Dabei entsteht jedes Stück in sorgfältiger Handarbeit und wird zu einem Unikat. Kleine Abweichungen in Farbe oder Druckbild sind deshalb kein Mangel, sondern Ausdruck des traditionellen Handwerks. Material, Verarbeitung und Maße werden dennoch bei jeder Lieferung sorgfältig geprüft.
Für uns gehört die Wertschätzung solcher Handwerkstechniken bei Slow Fashion dazu. Denn hinter jedem handgefertigten Produkt stehen Menschen, die ihr Wissen und ihre Fähigkeiten oft über Generationen hinweg weitergegeben haben.
Was Slow Fashion leisten kann – und was nicht
Slow Fashion ist kein geschützter Begriff und kein offizielles Siegel. Verschiedene Unternehmen und Marken können darunter unterschiedliche Ansätze verstehen und unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
Die Herstellung von Kleidung benötigt Ressourcen und bringt immer soziale und ökologische Herausforderungen mit sich. Entscheidend ist, bewusst mit diesen Herausforderungen umzugehen und Produkte sowie Prozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Für uns bedeutet Slow Fashion, nicht jeden Trend mitzumachen oder möglichst viele neue Kollektionen auf den Markt zu bringen. Stattdessen setzen wir auf langlebige Mode, natürliche Materialien, faire Partnerschaften und die Wertschätzung traditioneller Handwerkskunst.
Denn wir sind überzeugt: Gute Kleidung braucht Zeit – und Nachhaltigkeit ist ein fortlaufender Prozess.
Häufige Fragen zum Thema Slow Fashion
Was ist Slow Fashion?
Slow Fashion ist ein Ansatz der Modebranche, der auf langlebige Kleidung, zeitlose Designs, hochwertige Materialien und faire Produktionsbedingungen setzt. Der Begriff wurde 2007 von der britischen Designforscherin Kate Fletcher geprägt und beschreibt einen Gegenentwurf zur Fast Fashion, bei dem der gesamte Lebenszyklus eines Kleidungsstücks in den Blick genommen wird – von der Herstellung über die Nutzung bis hin zu Pflege und Reparatur.
Was unterscheidet Slow Fashion von Fast Fashion?
Fast Fashion setzt auf schnell wechselnde Kollektionen, niedrige Preise und hohe Produktionsmengen. Slow Fashion verfolgt einen anderen Ansatz: Im Mittelpunkt stehen langlebige Kleidung, zeitlose Designs, ein bewusster Materialeinsatz und faire Produktionsbedingungen. Ziel ist es, Kleidungsstücke möglichst lange zu tragen und ihre Wertschätzung zu fördern.
Ist DW-Shop eine Slow-Fashion-Marke?
Ja, viele Grundsätze der Slow Fashion prägen DW-Shop bereits seit der Gründung im Jahr 1976. Dazu gehören ein Kollektionsvorlauf von rund einem Jahr, der Fokus auf Naturfasern und Fasern natürlichen Ursprungs, langfristige Partnerschaften mit auditierten Produzenten sowie mehrstufige Qualitätskontrollen. Unser Ziel ist es, langlebige Mode zu entwickeln und verantwortungsvoll herzustellen.
Woran erkennt man Slow-Fashion-Marken?
Slow-Fashion-Marken zeichnen sich häufig durch transparente Lieferketten, natürliche oder zertifizierte Materialien, einen ruhigen Kollektionsrhythmus und langlebige Qualität aus. Auch faire Produktionsbedingungen, Sozialaudits und die Möglichkeit, Kleidung möglichst lange zu nutzen oder zu reparieren, sind Hinweise auf eine Slow-Fashion-Orientierung.
Warum ist Slow Fashion oft teurer als Fast Fashion?
Langlebige Materialien, faire Arbeitsbedingungen, handwerkliche Fertigung und umfangreiche Qualitätskontrollen erfordern Zeit und Aufwand. Dadurch können die Herstellungskosten höher ausfallen als bei Fast Fashion. Gleichzeitig können hochwertige Kleidungsstücke oft über viele Jahre getragen werden, wodurch sich der Preis über die gesamte Nutzungsdauer relativiert.